Wie im letzten Heft von "Sport-Aktuell" angekündigt, haben wir das "fahrradtaugliche" Wetter der zurückliegenden Zeit für unsere so genannten "kleinen" Touren von 25-30 km genutzt. "Fahrradtauglich" heißt dabei, dass die Radwege gut befahrbar sein müssen und das es nach Möglichkeit "von oben" sturmfrei und trocken sein sollte. Die Temperatur spielt eine eher untergeordnete Rolle, da man sich kleidungsmäßig auch auf niedrige Werte einstellen kann. Der Radfahrhandel bietet entsprechende Ausstattung an, die außerdem durch die Farbgebung auch zur größeren Verkehrsicherheit beiträgt.
Die Touren sollten nicht nur als Strecke interessant sein, sondern nach Möglichkeit den einen oder anderen interessanten Zielpunkt und in jedem Fall eine Einkehr, z. B. in einem Cafe o, ä. enthalten. Als Beispiel sein hier eine Tour aus dem Januar erwähnt:
Im Rahmen einer Maschsee-Umrundung machen wir einen Abstecher zum Neuen Rathaus und schauen uns die in der Eingangshalle dauerhaft aufgestellten Modelle der hannoverschen Innenstadt an, die wir sicherlich alle lange nicht gesehen haben. Beeindruckend ist nach wie vor insbesondere der Vergleich der Modelle, die einerseits den bis auf wenige Gebäude vollkommen zerstörten Zustand der Stadt im Jahre 1945 und andererseits den heutigen Zustand zeigen. Wer sich dabei gedanklich bezüglich 1945 in die Lage der damaligen Bevölkerung versetzt (einige von uns können das noch aus ihren Kindheitserinnerungen heraus) und wer sich deren damalige Probleme z. B. allein bezüglich der Ernährung, ein Dach oder eine Kellerdecke über dem Kopf zu haben oder ein Fahrrad mit geflickten Reifen zu besitzen und dieses mit unseren heutigen so genannten Problemen bezüglich einer ökologisch "richtigen" Lebensweise gedanklich vergleicht, wird nicht umhin kommen zu sagen: Uns geht es verdammt gut, vielleicht sogar zu gut !
Um die Schilderung dieser Tour abzuschließen: Den Abschluss haben wir uns natürlich wieder mit einer Einkehr in einem Cafe gegönnt, in diesem Fall im Cafe RiX in Ricklingen.
Wenn dann der März und April auf uns zukommt, werden wir sicherlich bei geeignetem Wetter unsere Touren wieder über die nähere Umgebung des Mühlenbergs ausdehnen und unter Nutzung des ausgedehnten S-Bahnetzes zu alten und neuen Zielen "Fahrt aufnehmen".
Für den Monat Mai haben wir nun schon eine Mehrtages-Tour vorbereitet, die im Folgenden kurz beschrieben werden soll. Es sei aber gleich gesagt, dass die Tour mit 12 Teilnehmern bereits ausgebucht ist. Die folgende Kurzbeschreibung kann aber dazu dienen, das Interesse am MSV-Radwandern im Allgemeinen zu fördern und kann die Anregung geben, die beschriebene Tour einmal in eigener Regie nachzuvollziehen. Der Chronist ist gern bereit, Hilfestellung zu geben.


MSV-Radurlaub in Ostfriesland vom 08. - 12. Mai


Der fünftägige Radurlaub führt uns nach Aurich inmitten der absolut flachen hollandähnlichen Landschaft mit ihren zahlreichen Fehnkanälen. Unser Standort ist das Hotel "Stadt Aurich", in dem wir das angebotene Radurlaubpaket mit Halbpension und Lunchpaket gebucht haben und von dem aus wir unsere  drei Ganztagstouren in die nähere und weitere Umgebung und die Tour nach Leer am Schlusstag, von wo aus wir am 12.05 nachmittags nach Hannover zurückfahren, unternehmen werden.
Wir fahren am 08. Mai morgens mit dem DB-Regionalexpress, der für Fahrräder leicht und bequem zugänglich ist (unsere 12 Fahrräder müssen wir rechtzeitig anmelden) bis Emden. Dort beginnt unsere erste Halbtagstour von ca. 30 km in Richtung Aurich, hauptsächlich entlang des Ems-Jade-Kanals.
Eine erste Ganztagstour führt uns von Aurich aus entlang des EJK nach Wiesmoor. Die Stadt ist bekannt wegen ihrer Blumenzuchtanlagen. Ein Gewächshaus von 80.000 m2 soll das größte seiner Art in Europa sein. Dazu gibt es für Besucher eine Blumenhalle und einen großen Landschaftspark. Holland lässt grüßen ! Die Rückfahrt nach Aurich führt entlang des Großefehnkanals, eine landschaftliche Besonderheit (insgesamt ca. 40 km).
Die zweite Ganztagstour soll uns an die Wattenmeerküste gegenüber der Insel Langeoog führen. Wir fahren von Aurich aus strikt nach Norden durch eine dünn besiedelte Landschaft und kleine Ortschaften bis Dornumersiel. Von dort fahren wir entlang des Nordseedeichs bis Bensersiel und von dort auf der "Friesischen Mühlentour" zurück nach Aurich (ca. 65 km, verteilt auf 10 Stunden mit zahlreichen Pausen, das müsste doch zu schaffen sein?).
Die dritte Ganztagstour führt von Aurich aus auf einer ehemaligen Bahntrasse nach Süden in ein Gebiet mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten (z. B. den historischen friesischen Versammlungsort "Uptalsboom") und durch sehenswerte Ortschaften (Timmel, Westgroßefehn) und wir kehren wieder an einem Stück des EJK zurück nach Aurich. (ca. 40 km).
Aurich selbst hat als Besonderheit ein Technik-Museum der ENERGON-Werke, der bekannteste deutsche Windkraft-Anlagen-Hersteller.
Am Schlusstag, dem 12.05. fahren wir "in aller Gemütsruhe" die ca. 30 km nach Leer, was eine sehr schöne sehenswerte Altstadt enthalten soll.
Das soll es hinsichtlich einer Vorschau für den kommenden Frühling gewesen sein. Wir alle hoffen, dass die Pandemie uns keinen Strich durch die Rechnung machen wird.
Friedhelm Sieker



Der erste Stammtisch der Wintersaison 17/18 findet am 07.12. ab 17 Uhr im Klubhaus statt. Es wird gebeten, Bilder der abgelaufen Saison, sofern vorhanden, mitzubringen. Weiter kann über die Gestaltung des Programms 2018 - Sommerreisen nach Fischen und Freiburg, Tagestouren und evtl. eine Mehrtagestour - nachgedacht und geplaudert werden.

Friedhelm Sieker, Tel. 0511-483897 oder 0171 5239 435, E-mail: F. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Auf Initiative der Wanderabteilungen des MSV werden auch für den Sommer 2018 wieder - wie in den vergangenen Jahren: spartenübergreifend, also vereinsoffen - 2 Sommerreisen angeboten.

Die erste geht zum dritten Mal in Folge nach Fischen i. Allgäu und zwar vom 0
5. bis 14. Juni. Die Vorbereitungen für die An- und Rückreise per Bahn und für die Unterkünfte in der uns bereits wohl bekannten Pension Bergheimat (vgl. Inserat im MSV-Heft) sind im Wesentlichen abgeschlossen. Es werden Berg- und Talwanderungen und Radwanderungen unter Führung sich gut auskennender Vereinsfreunde angeboten. Spaziergänger können die Zeit der Bergblumen unter Nutzung des ausgedehnten preisgünstigen Bus- und Bahnnetzes und mit Hilfe der zahlreichen Bergbahnen genießen.

Die zweite Sommerreise des Jahres 2018 geht vom 28. August bis 04. September nach Freiburg i. Breisgau. Die Altstadt mit ihrem Rathausplatz und dem Münster und der Fußgängerzone mit ihren "Bächlen" ist allein schon einen Besuch wert. Da jedoch die nähere und weitere Umgebung mit Bahn und Bus über die Gästekarte kostenlos erreicht werden kann, also z. B. die Weinberge des "Kaiserstuhls" bis Breisach am Rhein, das südlich gelegene, schon von den Römern geschätzte "Markgräfler Land" und natürlich die Höhen des südlichen Schwarzwaldes, z. B. der "Schauinsland" oder der Feldberg, bietet sich Freiburg als Standort und Ausgangspunkt für Rad- und Fußwanderungen sehr gut an. Freiburg ist von Hannover aus per Bahn in nur 4 ½ Stunden zu erreichen.

Friedhelm Sieker

In der Reihe der Sommerreisen des MSV war in diesem Jahr das am Fuße des mittleren Schwarzwaldes gelegene Städtchen Gengenbach Ziel und Aufenthaltsort für eine Woche für unsere aus 22 Teilnehmern bestehende Gruppe. Gengenbach liegt - von Weinbergen umgeben - im Tal der aus dem Schwarzwald kommenden Kinzig, hat einen historischen Stadtkern mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und ist deshalb auch unter ausländischen Touristen inzwischen sehr beliebt. Für die meisten Teilnehmer unserer Gruppe war Gengenbach und seine Umgebung dagegen ein noch etwas unbekanntes Stück deutscher Landschaften.

Die wohl vorbereitete Gestaltung und der Ablauf der Reise folgten weitgehend den Erfahrungen aus den bisherigen Sommerreisen, deren Teilnehmer sich bekanntlich aus verschiedenen Sparten unseres Vereins, z. B. den Wanderabteilungen und Gymnastikgruppen, zusammensetzt. Die Gestaltung folgt dabei dem Grundsatz, dass dem Einzelnen alle Freiheiten  gegeben sind, aber dennoch - der Geselligkeit wegen - so viel wie möglich gemeinsam oder in Teilgruppen unternommen werden sollte.

Fangen wir mit dem Letzteren an, also mit dem, was die gesamte Reise-gruppe gemeinsam unternommen und erlebt hat. Da gab es zunächst am ersten Tag eine offizielle Stadtführung durch die wunderschön mit Blumen geschmückte Altstadt mit einer ausführlichen Schilderung der historischen Entwicklung der Stadt. Für den Nachmittag schloss sich eine vom Chronisten geführte gemeinsame Wanderung über die oberhalb der Stadt gelegenen Aussichtspunkte und die umgebenden  Weinberge an (vgl. beigefügte Fotos von Gerlinde und Friedbert Müller). Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen in einem Winzerlokal, wie überhaupt an allen Tagen die weitgehend gemeinsamen Abendessen in verschiedenen Gaststätten jeweils Gelegenheit boten, die Erfahrungen des Tagesablaufs auszutauschen. Eine weitere, den Tag ausfüllende Aktivität der gesamten Gruppe war ein Ausflug per Bahn nach Straßburg mit einer Bootsfahrt durch die schönsten Teile der Altstadt und entlang der europäischen Institutionen. Ein Besuch des Münsters und ein Spaziergang durch den romantischen Teil der Stadt und das alles bei schönstem warmem Wetter werden allen in guter Erinnerung bleiben.

An den weiteren Tagen unseres Aufenthaltes in Gengenbach verteilten sich die Aktivitäten im Wesentlichen auf die beiden etwa gleich großen "Fraktionen" der Fuß- und Radwanderer. Dabei kam uns zugute, dass wir die Bahn im weiten Umkreis mittels unserer Gästekarte kostenlos benutzen konnten, bei den Radwanderern sogar einschließlich der Fahrräder. Ein Lob dem touristenfreundlichen Land Baden-Württemberg dafür.

Beide Teilgruppen nutzten die Freifahrten trefflich, um mit der Bahn z. B. in den Tälern der Flüsse Kinzig und Gutach aufwärts zu fahren, um dann abwärts entlang zu wandern, wobei die Radwanderer naturgemäß jeweils größere Strecken als die Fußwanderer zurückgelegt haben. Sehenswert auf diesen Strecken waren dabei die Ortschaften Schiltach, Wolfach und Haslach mit jeweils sehr gut erhaltenen historischen Altstadtvierteln. Die Gruppe der Fußwanderer kann dabei in Anspruch nehmen, die "Triberger Wasserfälle" die höchsten Fälle Deutschlands erwandert zu haben, während sich die Radwanderer nicht nur von Triberg (NN ca. 700 m) aus auf eine NN-Höhe von fast 1000 m gequält haben, sondern dann auch noch auf nicht einfach zu befahrenen steilen Waldwegen ca. 400 m abwärts fahren mussten. Für diese unbedachte Tour bittet der Chronist an dieser Stelle die Beteiligten um Nachsicht. Dafür waren die Touren an den anderen Tagen, die sowohl die Fußwanderer wie die Radwanderer durch das liebliche Schwarzwaldvorland mit seinen Wein- und Obstgärten nördlich und westlich von Gengenbach führten, für alle Beteiligten ein Genuss.

Insgesamt war die Sommerreise "Gengenbach" nicht nur des schönen warmen Wetters wegen eine gelungene Veranstaltung, die sich würdig in die Reihe der bisherigen MSV-Reisen einordnen dürfte.

Friedhelm Sieker

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