Böhmi, Fabi und Kohli – wer kennt sie nicht, die Spitznamen unserer Handballer bei der diesjährigen Heim-WM? Bundestrainer Christian Prokop nennt diese Verniedlichungen immer wieder in den Auszeiten. Auch bei uns gibt es solche Namen! Casi, Günni, Obi und Volki sind nur eine kleine Auswahl. Hinzu kommen Rufnamen wie „Malex“, „Das Guido“ oder „Matze“ – in etwa vergleichbar mit „Peke“, „Bam Bam“ oder „Johnny“. 

Spitznamen sind normalerweise typisch für brasilianische Fußballer, inzwischen aber anscheinend auch für deutsche Handballer – egal wie alt sie sind und wo sie spielen. Warum das so ist, weiß keiner.

Handball steht für Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit – eigentlich keine besonders niedlichen Eigenschaften.  "Handballer weinen nicht, sie schwitzen aus den Augen" oder "Du bist ein echter Handballer, wenn jeder Finger schon mal gebrochen war", sind gängige Zitate dieses tollen Sports. Eine Portion Wahrheit steckt dahinter. Das erfuhren wir im letzten Spiel der vergangenen und im ersten Spiel dieser Saison. In den beiden Spielen verletzten sich unser Rechtsaußen Kai und unser Rückraum Mitte Matthias. Den einen Leistungsträger erwischte es am Knie, den anderen an der Schulter. Beide fallen voraussichtlich noch die gesamte Saison aus.

Diese beiden Ausfälle blieben nicht ohne Auswirkungen. Bisher spielen wir nur eine sehr durchwachsene Saison. Nach fünf Spieltagen stehen wir in der Regionsliga Alte Herren lediglich auf Platz sechs - insgesamt besteht die Liga aus sieben Mannschaften.

Die beiden ersten Spiele verloren wir mit 20:26 gegen den TuS Bothfeld und 20:23 gegen den RSV Seelze. In beiden Spielen verschliefen wir die Anfangsphase und kamen am Ende nicht mehr an ein Unentschieden oder sogar einen Sieg heran.

Erst in der zweiten Halbzeit des dritten Spiels legten wir den Schalter um. Wir schlugen den Tabellenzweiten, den TuS Vinnhorst, nach Pausenrückstand auswärts mit 31:24. Vor allem unser „Keeper“ Chris glänzte. Er hielt mehrere Tempogegenstöße und Siebenmeter. Gäbe es in unserer Liga eine Wahl „Men of the Match“, Chris hätte sie an diesem Tag gewonnen.

Nach diesem Erfolgserlebnis vor fremder Kulisse warteten wir eine Woche später am Mühlenberg auf den Spitzenreiter. Der Hannoversche SC kam zu Besuch – ein mit guten Spielern gespicktes Team. Diese Mannschaft ließ uns keine Chance. Wir verloren trotz Kampfgeist klar mit 23:32. Der HSC führt zu recht die Tabelle an.

Das ursprünglich angesetzte Heimspiel gegen den SC Germania List viel aus. Es hatte geregnet und an mehreren Stellen durch das Hallendach der Leonore-Goldschmidt-Schule getropft. Die Schiedsrichter gaben den nassen Hallenboden nicht frei. Das Spiel wird im März nachgeholt.

Eine Woche später reisten wir zum Tabellenletzten nach Wennigsen. Während des Spiels mussten wir verletzungsbedingt viel rotieren. Am Ende stand ein 19:19 auf der Anzeigentafel.

Sicherlich werden wir in dieser Saison nicht - wie in der vergangenen Saison - unter den Top drei Teams unserer Staffel landen, aber ein Platz im sicheren Mittelfeld ist auch mit unserer etwas dezimierten Mannschaft das Ziel.

Wenn Du uns dabei unterstützen möchtest, dann komm vorbei – als Spieler oder Zuschauer. Wir trainieren jeden Freitag von 20 bis 21.30 Uhr in der Leonore-Goldschmidt-Schule am Mühlenberg. Danach gibt es meist noch ein Bierchen und manchmal eine Bratwurst. Falls Du Lust hast mitzumachen, kannst Du vorab gerne unseren Trainer Günter („Günni“) unter 0178/1327871 anrufen.

 

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